Über

Kurzfassung: Vor kurzem wurde bei mir leider eine Borderline Störung diagnostiziert. In meinem Blog berichte ich darüber wie es dazu kam, wie ich empfinde und (hoffentlich bald) den Weg aus einer Lebenskrise finde. Aktuell befinde ich mich noch in einer Klinik und dieser Blog ist für mich eine Art "Therapie." Man muss lernen damit umzugehen und ich hoffe, ich kann anderen Einblicke in diese Erkrankung geben. Die höchste Form menschlicher Intelligenz besteht nämlich darin zu beobachten ohne zu bewerten! Knick Knack!

Alter: 32
 


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Blog

Leben

Es ist okay Desillusioniert zu sein.
Wichtig ist, die Stärke zu besitzen daran zu wachsen um die Richtige Entscheidung zu treffen. Lass Gefühle zu und lerne damit zu leben. Man muss sie spüren um zu verstehen.
Negative Erfahrungen gehören dazu.

Es stärkt uns und gibt uns die Kraft, die Liebe zu uns selbst zu finden. Denn nur sie begleitet uns ein Leben lang und wird immer aufrichtig zu uns sein.

Das ist Leben!

#koksmotte

17.7.17 22:07, kommentieren

Leben

Es ist okay Desillusioniert zu sein.
Wichtig ist, die Stärke zu besitzen daran zu wachsen um die Richtige Entscheidung zu treffen. Lass Gefühle zu und lerne damit zu leben. Man muss sie spüren um zu verstehen.
Negative Erfahrungen gehören dazu.

Es stärkt uns und gibt uns die Kraft, die Liebe zu uns selbst zu finden. Denn nur sie begleitet uns ein Leben lang und wird immer aufrichtig zu uns sein.

Das ist Leben!

#koksmotte

17.7.17 22:07, kommentieren

nicht immer einfach aber einfach ich - Du - Wir!

https://www.facebook.com/Koksmotte/videos/1629533300394549/

10.7.17 22:50, kommentieren

Erwartungen

Immer wenn ich denke, mein Leben läuft gerade mehr als perfekt, wird mir schnell schnell klar gemacht,
dass die schönen Moment im Leben nur geliehen sind.
Den Preis dafür zahlt man dann wenn man emotional schon im Dispo ist.

Ich dachte ich könne dieses elendige Thema „Borderline“ endlich von mir wegschieben und die Vergangenheit hinter mir lassen.. Hat alles mit mir gemacht ..nur halt nicht funktioniert.
Was immer gut funktioniert hat, waren Abende mit einem konsumfreudigen Umfeld und den
Fakt einfach nur den Moment zu leben. Bloss nicht an morgen denken.

Gefühle kann man betäuben und vergiften. Sich damit auseinander setzen kostet Überwindung und die Bereitschaft sich auch mal dem Schmerz zu stellen!

Ich sage mir immer, mit Kommunikation funktioniert alles.
Doch sollte man die nicht ausleben, wenn man in seinem Innersten Krieg führt und unbewaffnet ist.
Egal wie sehr ich es versuche, immer umgebe ich mich mit den gleichen Menschen.
Es ist fast so, als ziehen sich Menschen an, die so destruktiv sind, dass sie es einfach brauchen sich immer und immer wieder in den emotionalen Selbstmord zu drängen.
Mein Leben ist wie ein Schachspiel – Ich bin die Königin und verachte alle die unter mir stehen
Ich bin eine schwarze Figur am Rande dieses Spiels aber auf Hochglanz poliert bitte, niemand muss sehen wie gebrochen ich wirklich bin.

Ich bin farbenblind und brauche auch nichts anderes als mein geliebtes Schwarz – weiss.
Ich fühle nur intensiv. Auf halbe Sachen lass ich mich gar nicht erst ein.
Die Problematik ist jetzt wohl selbsterklärend.
Wer sehr intensiv fühlt, öffnet sich nach sehr kurzer Zeit komplett. Das macht Dich verletzbar und Du hast keinen Schutz..
Weil du eben nur den Moment lebst ohne über Konsequenzen nachzudenken.

Konsequenzen, die Dich zurück in dein altes Leben zurück werfen. Aber sollte ich jetzt immer meine Erkrankung als Darf-Schein nutzen, wenn‘s mal wieder nicht so funktioniert wie ich mir das gewünscht hätte?
NEIN! Ich habe nicht umsonst 1 Jahr Therapie hinter mir!
Ganz ehrlich – Mir geht’s heute so beschissen, dass ich am liebsten an meinem alten Leben
Anknüpfen möchte .. Kokain und Himbeereis bitte!
Aber die Vergangenheit hat mir gezeigt, dass dieser Weg der falsche ist und kein Mensch an erster Stelle stehen sollte – außer Ich selbst!

Auch wenn es mir sehr schwer fällt und ich das Gefühl hab, dass mein Körper alle Gefühle rauskotzen möchte – behalte ich sie in mir und sortiere sie ein.
Ich weiss noch nicht in welche Schublade aber den Reiter „sonstiges“ gibt’s ja auch nicht umsonst.
Es geht immer weiter ..
Ich entscheide ob mit oder ohne Happy End.

10.7.17 22:31, kommentieren

Kommunikation = Bahnhof? Bitte alle aussteigen!

Hmm, es hat sich so unglaublich viel in meinem Leben geändert. Ich..meine Einstellung.. meine Umwelt.. einfach alles. Vor 1 Monat adoptierte ich einen Hund aus Rumänien. Dieses Lebewesen gibt mir einfach so unglaublich viel Liebe, Dankbarkeit und Kraft. Jeder Tag mit ihr ist ein Geschenk..

Wenn ich meine Therapie reflektiere, muss ich sagen, dass ich eine Sache wirklich gelernt habe und das ist Kommunikation!
Sicherlich befinde ich momentan am Anfang einer neuen Beziehung, wo man alles durch die rosarote Brille sieht. Dabei habe ich mich mit allen Mitteln dagegen gewehrt!

Dieser Mann war nicht mal mein Typ.. und dann redeten wir miteinander. Mit jedem Wort, berührte er mich. Ich schaute in seine Augen und wusste.. Das ist dieser eine besondere Mann.. der mich gefunden hat. Ich bin angekommen. Ich fühlte diese emotionale tiefe Verbundenheit und redete trotz allem immer dagegen.. bis mein Herz mir voll in die Fresse schlug. Ich bin verliebt. Verdammt, das wollte ich doch nicht! Monogamie ist ne scheiss Lüge! Dachte ich…

Am Anfang einer Beziehung ist immer alles easy .. doch dann gibt es die ersten Dinge die Dich beschäftigen. Ja, es gab Ding die meinen Kopf regelrecht zerfickten! Ich kämpfte mit mir selbst, dass anzusprechen.. Man ey, gerade diese Thematik fiel mir doch so unglaublich schwer. Dann spürte ich, wie wertvoll mir dieser Mensch ist und ich sagte mir: Hey Liz, riskiere es und hau es raus oder leb dein Leben wie früher..
wollte ich zurück?

Ich wollte Veränderung und dafür musste ich offen zu mir und meinem Partner sein! Nachdem ich Stunden grübelte, packte ich meinen Mut zusammen und sprach die Themen an, die mich belasteten.

Für mich war es so schwer, dass ich verzweifelte… ja, ich zweifelte an mir selbst. Kopfkino.. Film schieben.. Ich stand neben mir!
Die Angst wieder einen Menschen zu vergraulen weil ich alles falsch interpretiere, alles kaputt dachte und meine Gefühle vergrabe, machte mich fertig.. Ich wollte doch alles anders machen..
Es kostete mich so unheimlich viel Überwindung.
Ich suchte das Gespräch und er war sehr dankbar, dass ich ihm so offen meine Gefühle mitteilte. Ich fühlte mich so erleichtert und zur gleichen Zeit so verbunden mit ihm. Wie einfach diese fuckin’ Kommunikation doch funktioniert! Ich wollte das ändern und mit diesem Tag tat ich es.

Der 01.03.2017 sollte der Tag sein an dem mein Leben anfängt lebenswert zu sein. Ich bin sehr glücklich und der Gedanke daran, dass ich vor 8 Monaten nicht mehr leben und dem allem ohne Erfolg ein Ende setzen wollte… der Gedanke schockiert mich selbst..

Es ist nicht einfach mit Depressionen, Angst,- Zwangsstörung und Borderline zu leben.. aber es ist machbar. Gerade dann, wenn man Menschen in seinem Umfeld hat, die für Dich da sind.
Vor genau 1 Jahr hatte ich Niemanden und jetzt könnte ich die Welt umarmen!

Ich bin neugierig was die Zukunft für mich bereit hält und hoffe, dass niemand dieses krasse Gefühl der Einsamkeit, einer Panik und Angststörung oder Sucht erleben muss.
Egal, wer das liest.. Du bist gut so wie Du bist. Einzigartig.. etwas Besonderes. Lass Dich von Niemanden brechen und bleib stark!!
Wir haben nur dieses eine Leben und sollten das machen was uns glücklich macht. Geld? Klar Geld ist ne tolle Sache aber nimm immer den den Weg der Dir Glück, Liebe und Gesundheit gibt.
Ich wünsche euch alles Gute und ich werde mir wieder mehr Zeit für meinen Briefkasten und meinem Job als Schreiberling widmen.
Fühlt euch umarmt!

1 Kommentar 10.7.17 22:29, kommentieren

Poesie fickt hart

Ich bin Liz, 31 Jahre alt und das ist meine Geschichte:

Es gibt einen Grund warum Du hier bist, einen Grund warum Ich hier bin. Alles hängt irgendwie zusammen, es ist nicht wie ein Faden, der einen Anfang und ein Ende hat sondern viel mehr ein Netz aus Fäden und ich hänge mittendrin.
Ich wollte schon immer etwas besonderes sein, mit einer speziellen Fähigkeit und ich wollte Dinge tun, die niemand für möglich hielt ..
In Wirklichkeit wurde mir diese Fähigkeit schon von Geburt an mitgegeben - ich war unsichtbar - unsichtbar für meine Umwelt, geistig behindert für die Liebe und ich spuckte schon immer auf die gesellschaftlichen Normen. Um das wichtigste nicht zu vergessen: Die tragische Familienstory.

Ich hatte eigentlich die besten Vorraussetzungen, um der Superheldin in mir, einen Kick start zu verpassen!

Seitdem ich 14 war, verbrachte ich meine Zeit mit dem Schreiben. Ich verbrachte Tage und Nächte vor dem Rechner. Schlaf holte ich in der realen Welt nach. Dort war ich eine Null unter Einsen. Ich war unsichtbar gewesen, ein Niemand.
Ich habe mich immer gefragt, ob es diesen einen Moment gab, der alle Fäden wieder zusammenführen würde. Dieser Moment in dem alles einen Sinn macht!?

https://youtu.be/2mKNOY7GJu4

Fortsetzung folgt..

15.1.17 23:29, kommentieren

Mein Leben ist kein Konjunktiv

Das Alter ist nur eine Zahl und ich? Ich bin nur ein Mensch. Ich habe die Therapie überstanden, viele Fehler gemacht und sie als Erfahrung mitnehmen können. Ich habe genug gejammert, andere verletzt und mir wurde klar, dass ich selbst Schuld an meinem impulsiven Leben war.
Wer seine Grenzen nicht aufzeigt, kann nicht erwarten, dass seine Grenzen gesehen werden. Wer nicht kommuniziert, kann nicht erwarten, verstanden zu werden. Wer nicht offen für die wahre Liebe ist, kann nicht erwarten, ihr irgendwann zu begegnen.
Wer mit der Vergangenheit noch nicht abgeschlossen hat, kann nicht die Gegenwart leben und Zukunftspläne schmieden.

Ich bin jetzt 31 Jahre alt und weiss vieles mehr zu schätzen.
Ich schätze es, mein Leben so zu gestalten wie ich es möchte. Ich kann es jederzeit verändern - Lass endlich Taten folgen.
Ich akzeptiere wesentlich mehr als vorher, denn hey, jeder ist für sein Leben verantwortlich und ich muss nicht alles zerdenken. Ich habe gelernt, meinen Körper so zu lieben wie er ist. Ich mag meine Art und lass mir von niemanden mehr reinreden. Was, wie, wo und warum. Ich halte mich von Menschen fern, die so destruktiv leben und Bestätigung in der Schwäche anderer suchen.
Schwach ist nur, wer sich einredet, nicht stark zu sein. Und ich wünsche mir, dass sich keiner von diesem Gefühl der schwäche und der Traurigkeit steuern lässt.

So, das war mein Blog über Borderline - alles hat ein Ende!
und ich fange nochmal ganz von Vorne an - weil ich es kann!

4 Kommentare 13.1.17 23:53, kommentieren

Wer am Ende ist, kann wenigstens Neu anfangen

Hey Du,
gerade startest Du durch,
Dich hat man gefeiert und ich .. ich trauerte um deinen Vorgänger ..
er konnte mir so viel Klarheit und Lebenserfahrung geben..
doch jetzt bist du da - von heute auf morgen .. wirst Du an mich denken?
Mich unterstützen in meinen Vorhaben und mich nicht versuchen zu brechen?
Wirst du es schaffen, dass meine Mitmenschen endlich verstehen, dass alle zusammen gehören?
Dass wir es schaffen unsere Umwelt besser wahr zu nehmen. Das die Liebe, die Hoffnung, die Kraft und und der Mut sich immer zu verändern, bei uns sein wird?
Kannst du gebrochenen Menschen helfen, sich selbst zu finden und zu lieben?

Kannst Du dafür Sorge tragen, dass alle gesund bleiben die ich liebe?
Kannst Du „Wut, Trauer und Angst“ ins Archiv unter „Erfahrung“ packen?
Wirst Du mich so nehmen wie ich bin?
ohne Schubladen, einfach so.. wie ich nun mal bin?

In diesem Sinne
Frohes Neues Jahr 2017

3 Kommentare 7.1.17 01:16, kommentieren

Der Tag der Entlassung - Ab jetzt wird morgen scheisse

3 Monate.. 12 Wochen ..

Meine Therapie neigt sich dem Ende zu und ich werde aus dem stationären Programm genommen um an einer Art Express Beschulung in der Tagesklinik teilzunehmen. Um ehrlich zu sein, habe ich Angst. Ja, ich habe Angst vor dieser Endlossschleife der realen Welt, die mich vor Monaten in diese Klinik brachte.

Ich, der kleine Sozialautist, hatte mir meine eigene kleine Welt erschaffen und es zum ersten Mal geschafft, mich vor einem Menschen komplett zu öffnen, so dass jetzt Dinge in meinem Leben präsent waren, die ich früher meisterlich verdrängt hatte. Jetzt sollte ich in eine Tagesklinik?

Meine Mauern wurden eingerissen wie 1989.Dr. X hat sich Eintritt zu meinen Gedanken und meinen Gefühlen verschafft.. mit welchem Ergebnis? Man hatte mir meinen Schutz genommen. Ich lag in meinem Bett und wartete auf den Knall, der mich in meinaltes Raster fallen ließ.

Vielleicht bin ich auch einfach mit der momentanen Situation und mir selber überfordert. Wäre ja nicht das erste Mal - Gut gekotzt ist eben halb gefrühstückt. Als Theorist konnte ich viel mitnehmen. Nur die Welt die mich erwartet, hat sich nicht wirklich verändert. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen an dem ich mich ändern musste. Man kann eben nicht zweimal in den gleichen Fluß steigen. Ich beschloss, meinen Job zu kündigen um etwas zu beginnen was mich glücklich macht.

Ich besorgte mir einen Mitbewohner weil ich finanziell am Abgrund stand. Die Tatsache wieder alleine in meiner Wohnung zu sein, trieb mich in den Wahnsinn. Mein Drogenkonsum hatte sich verlagert.. in eine extreme Kaufsucht. Um an Geld zu kommen, habe ich Jobs gehabt, die ich gar nicht erwähnen möchte. Wenigstens hatte mir die Therapie etwas stabiles gebracht! Meine Familie, meine Fellnase und ich erkannte meine wahren Freunde. Momentan reise ich nur noch von einer Stadt in die nächste. Ich laufe vor mir selbst weg. Ich vermeide es, über mein Leben nachzudenken und es zu reflektieren.

6 Monate Therapie bewegen etwas in Dir und ich?Ich bewege mich einfach weg … ganz weit weg!Ich beschloss mein Leben auf der A7 zu verbringen und nie wieder zurück zu kommen. Nie mehr zurück zu dem Leben was ich führte oder zu den Menschen die mir nicht gut taten. Nur was soll jetzt mein Ziel sein? Die Nummer mit der Perspektivlosigkeit zieht jetzt nicht mehr…

Glücklich ist wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist!

4 Kommentare 23.12.16 03:12, kommentieren

Bin ich etwa Nullogam?

Heute ertönte zum ersten Mal „Wham - Last Christmas“ im Radio.
Von Romantik keine Spur ..Mein Schnitzelfriedhof hatte Besuchszeit, ich inhalierte den Krankenhausfraß der meinen Magen im Laufe meines Aufenthaltes in eine verrostete Müllpresse verwandelt hat.

Kurz vor meinem antrainierten Fresskoma überkam mich ein schlechtes Gefühl.. um es zuzuordnen musste ich erstmal meine Grundbedürfnisse checken. Ich hatte gegessen, war in der Abteilung für Kacheln und Keramik und hatte von meinen staatlich zugelassen Drogendealer meine Prämedikation bekommen.

Die Ziffern auf meinen Kontoauszügen spuckten immer noch rote Zahlen und die Hoffnung auf eine Besserung war nicht wirklich in Sicht. Während sich mein Briefkasten mit Mahnungen füllte, wurde mein Kühlschrank immer leerer.
Wie kann ich nur so ein mieses Karma haben? Mein Leben war mal ein Ponyhof mit vielen bunten Einhörnern und jetzt? Jetzt wurde alles abgerissen und ein riesen Bauschuttcontainer knallte mir auf die Füße.

Wo also war mein wohlhabender Prinz Charming mit nem Sack voll Antidepressiva um mich aus meinem mentalen Hab.mich.lieb - Jäckchen zu befreien?

Machtlos stand ich vor den abgeschlossenen Fenstern meiner Gummizelle und starrte in die Nacht. Ich war gedankenlos, die Sterne die ich früher bewunderte waren weg. Ich musste soviel und tat doch so wenig. Ich wollte leben und nicht einfach nur funktionieren. Ich fühlte mich wie ein kaputtes Zahnrad in einer wunderschönen Uhr.. Die Zähne des Zahnrads waren stumpf und all das, was mir mal Stabilität gab, brach auseinander.
Leben? Mein Leben fickte mich jeden Tag und spiegelte sich in einem morbiden Charme. Mein Verfall schlich voran. Mittlerweile war ich der Inbegriff von Gleichgültigkeit. Liebe? Da bleib ich lieber ledig als erledigt. Gefühle? Ich war emotional total unterzuckert.

Die Gesellschaft entwickelte sich vor meinen Augen zu einer riesigen Kläranlage .. Tief im innersten schien jeder nur ein kleiner schwacher Organismus zu sein. Jeder schützte sich mit einer grauen kalten Mauer aus Beton und zerstörte auf eine groteske Art und Weise jede Form von Menschlichkeit - nur um selbst nicht verletzbar zu sein.


Man sagt, keine Schmerzen dieser Welt können von Dauer sein,
Mein innerstes schrie: Lang lebe die Borderline!

Walkman und Anlauf!

2 Kommentare 24.11.16 23:06, kommentieren

Gruppendynamik

Tadaaaaa seit Montag befinde ich mich offiziell in der Experten Gruppe des DBT Programms. Heute war Visite - also die Vollversammlung von Medizynikern und Gehirnwartungsexperten! Der schönste Tag der Woche für Therapiejunkies wie mich!
Nachdem man meinen Kopf zerfickt hatte und ich nun Gedankenschwanger war, durfte ich mein Einzelzimmer räumen. Das hab ich natürlich hart gefeiert… NICHT!

Scheiss mal auf Radikale Akzeptanz! Ich hab keine eigene Badewanne mehr. Wo soll ich denn jetzt meine kleinen Rio Reiser Konzerte geben und mein narzisstisches Ego pushen?? Grund genug Streit zu suchen und meinen Druck ordentlich Luft zu machen.

Zufällig sah ich meine kleine Freundin mit der Charakter Neurose.. 3..2..1 und los! Meine Kamikazenmentalität war am Start und ich war wieder sternhagelsauer..
Im gleichen Gedankenzug wurde mir aber klar, dass ich weder Stärke noch Fortschritt mir gegenüber zeigte wenn ich immer wieder wegen Konflikten einen Nervenkrimi schob.

Was habe ich davon, lösungsorientierte Gespräche zu vermeiden? War es wirklich notwendig meine Beliebtheitsskala immer in die Tiefe zu ziehen?
Ein gemeinsamer Feind wirkt solidarisierend und das machte ich mir zu Nutzen. Ich war ein organisierter Krisenplaner, immer bereit dazuzulernen und über mich hinauszuwachsen wenn es um den Untergang der Personen geht, die mich um Feindschaft anbetteln.

Wieso verhielt ich mich jetzt so, dass ich andere leiden ließ?
Ich war doch früher selbst das Opfer und wusste wie man sich fühlt.

Ich musste mein Verhalten reflektieren, ging spazieren und inhalierte ein paar Glimmstängel von Herrn Dr. Marlboro. Mein Kopf wurde klar, meine Emotionen stabilisierten sich und mein Stress - Level befand sich auf der unteren Ebene.

Ohne es zu merken, stecke ich jemanden in eine Schublade ohne ihn zu kennen. Es war an der Zeit über mein Ego zu springen und meinen Stressfaktor persönlich anzusprechen. Ich erklärte mein Verhalten, sorgte für eine Frontbegradigung und hörte ihr zu. Ich habe schliesslich gelernt, dass mein Gegenüber fast immer mein Verhalten spiegelt. Sie entschuldigte sich und wir konnten wieder normal miteinander umgehen.

Und um diese Zwischenmenschliche Fertigkeit umzusetzen habe ich 4 Wochen gebraucht? Ernsthaft? Anscheinend litt ich an einer emotionalen Inkontinenz denn ich war so einfühlsam wie eine Schrottpresse.
Es ist nicht immer leicht aber 8 Wochen habe ich noch vor mir.
Nur die großen Katastrophen bringen den Fortschritt!
Lass mal an uns selber glauben!

1 Kommentar 17.11.16 00:37, kommentieren

Knick Knack* - Charakterfreie Zone

*Knick Knack* ist ein Terminus der ausgesprochen wird wenn wir Dinge werten (positiv und negativ)

„Fremde Fehler beurteilen wir wie Staatsanwälte, die eigenen wie Verteidiger.“

Ok ich gestehe!
Tatzeit: Samstag gegen 16 Uhr
Tatort: Friseur
Tat: Riskanter Alkoholkonsum

Tathergang:

31 jährige Patientin befand sich in Behandlung bei einem Wellness Center. Ein Mitarbeiter bot ihr als Zusatzleistung ein Glas Prickelbrause an. In der Szene wird dies oft unter dem Begriff Sekt oder Puffbrause geführt. Sie nahm das Angebot an, da ihr Tag bisher recht gut verlief. Schliesslich gehörte dies zu einem perfekten Wellness Tag dazu. Dann ging sie nach Hause.

Das Leben ist meiner Meinung nach eh’ nur eine Illusion hervorgerufen durch Alkoholmangel. Aber gut, zurück zu der Zwangsjacke meiner Fantasie: Die verdammte Realität:

Es war also wieder Sonntag Abend und ich fuhr in meine „Therapieoase“ zurück. Meine Stimmung war gut und ich war motiviert. Ich setzte mich an meinen Schreibtisch und musste meine „Diary Card“ ausfüllen. Darin musste ich wahrheitsgemäß angeben wie der Tag davor so lief und ob man Alkohol oder Drogen konsumiert hat.

Hatte ich? Nein.. oder Doch? oder wie… was schreib ich denn jetzt?
Verdammt..
am Montag war auch noch das Einzelgespräch mit Dr. X.Es war doch kein wirklicher Alkoholkonsum.. 1 Glas Sekt. Ich verschwieg es aber diese Kleinigkeit sollte mich noch einige Tage beschäftigen.
Es gibt eben überall gewisse Menschen mit ner kleinen Charakter Neurose, die sich mit Freude an Vorurteilen bedienen und keinen Respekt vor anderen Menschen haben.

Schubladen Autismus, alles klar?
Ihr kennt diese Menschen!
Die kleinen *knick knack* ekligen *knick knack* Petzen *knick knack* die man früher in der Schule verprügelt hat. *knick knack*
Bedauerlicherweise bin ich mit 31 erwachsen, strafmündig und in der Klapse. Ich bin eben ein Self-made Stresspatient.

Dr. X wusste nun, dass ich ihn mit meinem „extremen“ Alkoholkonsum belogen hatte und mir stand eine Verhaltensanalyse, ein Time out und ein Einzelgespräch bevor.
Mein schlechtes Gewissen tanzte schon Samba vor Freude.

Mach kaputt, was Dich kaputt macht!

11.11.16 21:18, kommentieren

Wenn das Schicksal einfach mal an meiner Reißleine zieht!

Für Dich!

Du hast mich in deine Arme genommen, ich fühlte mich zu Hause... und jetzt? Mein Herz wollte doch nie obdachlos werden! Für Dich hat das Schicksal einfach so einen anderen Weg gewählt.Dieser Weg wird uns eine Weile trennen... aber was ist schon Zeit..

Zeit ist wie Musik, die man nie hört, weil sie immer da ist.
Doch wenn sie verstummt wird uns bewusst, wie sehr wir sie schätzen sollten! Ein Teil von Dir hat sich für immer in meinem Herzen festgebissen. Es soll Deine Heimat sein wenn Du Dich mal alleine fühlst. Wo immer Du auch bist!

Ich werd Dich nicht vergessen!

Dein Song!

10.11.16 19:46, kommentieren

Die Kunst der Entscheidung

Alles in unserem Leben ist eine Reflexion unserer Entscheidungen. Wenn wir ein anderes Ergebnis erwarten, müssen wir andere Entscheidungen treffen.

So, das Grundprinzip habe ich verstanden, nur wie soll ich es umsetzen? Es ist immer leichter gesagt als getan. Heute stand mal wieder ein Einzelgespräch mit Dr. X an. Ich ging diesmal mit einer anderen Erwartungshaltung in das Gespräch. Ich wollte vor meinen Gefühlen immer davonlaufen aber ich war einfach zu unsportlich. Es war an der Zeit die Fassade meiner Mauer bröckeln zu lassen und Dr. X die Seite zu zeigen, die für jeden Menschen in meinem Leben unzugänglich war.

Ich musste mir eingestehen, dass ich in meinen vergangen Therapiestunden immer versucht habe, die Psychologen mit meiner humoristischen sarkastischen Art zu täuschen. Dabei ist es einfach nur meine extreme Unsicherheit gewesen.

Als kleinen Leitfaden hatte ich mal wieder meine kleine Vita der Katastrophen dabei. Ich schnitt das erste Kapitel meines Lebens an. Doch dann verlor ich mich in meinem Skript und legte es zur Seite. Das Fragespiel der Improvisation sollte also beginnen. Was genau hatte sich gegenüber den anderen Therapiestunden verändert?Es ist mein Denken und die Art wie ich mit meinen Gefühlen umging.Ich kann sie nun etwas besser wahrnehmen, mitteilen und bin auf dem Besten Weg sie so zu akzeptieren wie sie sind. Die Therapie machte etwas mit mir.

Mein Gegenüber reflektiert mein Verhalten. So einfach ist die Sachlage.

Verhielt ich mich kühl und überspielt, nahm mich keiner Ernst.
Verhielt ich mich witzig und laut, lachten sie mit mir.
Verhielt ich mich authentisch und ehrlich, bekam ich das was ich immer wollte. Respekt, Empathie und eine tiefere Verbundenheit. Vielleicht sogar Vertrauen aber dies sollte ich noch üben.

Langsam lerne ich, mich so zu akzeptieren wie ich bin und merke, dass ich mich für niemanden verstellen muss. Bis vor kurzem war ich noch eine Schauspielerin und tanzte auf der Borderline rum… wenn mir danach war, spielte ich mit Gefühlen und warf sie dann weg. Ohne über die Konsequenzen meines Handelns nachzudenken. Wie konnte ich verlangen, dass andere mir vertrauen wenn ich 31 Jahre mit einer Maske durch mein Leben rannte.

….. und genau das, sind die Basics jeder zwischenmenschlichen Beziehung. Ehrlichkeit, Kommunikation und Vertrauen.

Fang einfach an Dich selbst zu lieben!

4 Kommentare 7.11.16 20:36, kommentieren

Meine vergangene Zukunft

Im Kaffeesatz soll also die Wahrheit liegen?

Ganz klare Lüge - sonst wäre mein Kaffeebecher heute mit einem Riesen Haufen Scheisse gefüllt gewesen. Vielleicht sollte ich überflüssiges, flüssig machen und dorthin sickern lassen wo all meine Träume ertrunken sind.

Meine Zukunft rückte von ganz allein jeden Tag ein Stückchen näher. Ich musste mein Denken einfach zerdenken und durfte das Heute nicht mehr von meinem Gestern beeinflussen lassen.
Was zur Hölle ist in meiner Vergangenheit passiert, dass es so einen starken Einfluss auf mein gegenwärtiges Leben nahm. Meine Erinnerungen waren so lückenhaft und leer wie meine aktuellen Kontoauszüge.

Ich nahm mir vor, diese eine Sache auszuprobieren.

Es stand also mein großer Mauerfall an und Dr. X musste beginnen die Vergangenheit mit meiner Gegenwart zu koppeln. Das Ziel bestand darin, gemeinsam an dem Re-make meines Lebens zu arbeiten. Radikale Akzeptanz! Nur kannte die Hauptdarstellerin ihr Skript leider nicht.

Ich setzte mich also mit mir selbst auseinander und versuchte meine Vergangenheit aufzuarbeiten. Es gab Ereignisse die verdrängt wurden und nicht mehr existent für mich waren. Es wüteten Gefühle in mir, die ich zu den Akten unter dem Reiter
„mir doch egal “ archiviert habe. Sie wurden nie ausgesprochen oder gelebt..

Geprägt von Einsamkeit, Angst und Wut wusste ich nicht wo ich anfangen sollte. Es herrschte Ausnahmezustand in meinen Hirnregionen. Yeah!! EEG Pogo und Shots für die wenigen Hirnsynapsen die noch aktiv waren! Dank meiner neuen Post its konnte ich mein Zimmer mit neuen bunten Lebensphilosophien tapezieren und war in Bereitschaft für multiple psychogene Durchfälle.

Ich würde sagen - Es läuft!
Rückwärts und bergab aber es läuft!

Klick!

Gerade frage ich mich, ob es psychogene Orgasmen gibt..
… und mit diesem Cliffhanger schliesse ich den heutigen Blog!

2 Kommentare 2.11.16 22:25, kommentieren