Die Kunst der Entscheidung

Alles in unserem Leben ist eine Reflexion unserer Entscheidungen. Wenn wir ein anderes Ergebnis erwarten, müssen wir andere Entscheidungen treffen.

So, das Grundprinzip habe ich verstanden, nur wie soll ich es umsetzen? Es ist immer leichter gesagt als getan. Heute stand mal wieder ein Einzelgespräch mit Dr. X an. Ich ging diesmal mit einer anderen Erwartungshaltung in das Gespräch. Ich wollte vor meinen Gefühlen immer davonlaufen aber ich war einfach zu unsportlich. Es war an der Zeit die Fassade meiner Mauer bröckeln zu lassen und Dr. X die Seite zu zeigen, die für jeden Menschen in meinem Leben unzugänglich war.

Ich musste mir eingestehen, dass ich in meinen vergangen Therapiestunden immer versucht habe, die Psychologen mit meiner humoristischen sarkastischen Art zu täuschen. Dabei ist es einfach nur meine extreme Unsicherheit gewesen.

Als kleinen Leitfaden hatte ich mal wieder meine kleine Vita der Katastrophen dabei. Ich schnitt das erste Kapitel meines Lebens an. Doch dann verlor ich mich in meinem Skript und legte es zur Seite. Das Fragespiel der Improvisation sollte also beginnen. Was genau hatte sich gegenüber den anderen Therapiestunden verändert?Es ist mein Denken und die Art wie ich mit meinen Gefühlen umging.Ich kann sie nun etwas besser wahrnehmen, mitteilen und bin auf dem Besten Weg sie so zu akzeptieren wie sie sind. Die Therapie machte etwas mit mir.

Mein Gegenüber reflektiert mein Verhalten. So einfach ist die Sachlage.

Verhielt ich mich kühl und überspielt, nahm mich keiner Ernst.
Verhielt ich mich witzig und laut, lachten sie mit mir.
Verhielt ich mich authentisch und ehrlich, bekam ich das was ich immer wollte. Respekt, Empathie und eine tiefere Verbundenheit. Vielleicht sogar Vertrauen aber dies sollte ich noch üben.

Langsam lerne ich, mich so zu akzeptieren wie ich bin und merke, dass ich mich für niemanden verstellen muss. Bis vor kurzem war ich noch eine Schauspielerin und tanzte auf der Borderline rum… wenn mir danach war, spielte ich mit Gefühlen und warf sie dann weg. Ohne über die Konsequenzen meines Handelns nachzudenken. Wie konnte ich verlangen, dass andere mir vertrauen wenn ich 31 Jahre mit einer Maske durch mein Leben rannte.

….. und genau das, sind die Basics jeder zwischenmenschlichen Beziehung. Ehrlichkeit, Kommunikation und Vertrauen.

Fang einfach an Dich selbst zu lieben!

7.11.16 20:36

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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


pudding (7.11.16 22:08)
Ich bin Stolz auf dich! <3


Jens (8.11.16 00:47)
Ach verdammt, irgendwie kommt mir das alles bekannt vor. Du bist auf einem guten Weg!

Frei nach dem Motto: Menschen sind halt keine Roboter. Wir müssen es nicht allen recht machen, denn Du musst mit Dir selbst klar kommen.

LG Jens

PS: Hast Du Sauerstoffmaske und Eispickel dabei? Ich glaube Du bist gerade beim ersten Basiscamp angekommen und es warten noch ein paar auf Dich


Jens (8.11.16 08:14)
Weiß nicht ob es passt - bei läuft gerade Johnny Cash mit Hurt auf Dauerschleife. Ich weiß... es ist NIN aber diese Version hat so ein verdammt eindringliches Intro und Outro.


(8.11.16 11:17)
https://www.youtube.com/watch?v=JI7LdCHgLgI

sehr geil! kannte ich noch nicht!

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